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News + Veranstaltungen

Die Sammlung (1987–2006) – Performance Chronik Basel – Band II

26.01.2017, 19:00

Kaskadenkondensator
Burgweg 7
4058 Basel
Schweiz

Yves Netzhammer: Concave Thoughts
A visual parcours with books and animations

26.01.2017, 19:00

ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118
10999 Berlin
Deutschland

»Es gibt ein ewiges Wesen des Theaters«: Vortrag von Alain Badiou

27.01.2017, 20:00

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin
Deutschland

Aktuell

„Angeklagte, Sie haben das letzte Wort.“

„Ich möchte sagen, dass mir alles sehr, sehr leid tut und dass ich mich bei den Angehörigen entschuldigen möchte.“
„Bei wem? Das Opfer hatte keine Angehörigen.“
„Oh, äh nein, ich meine natürlich … meine, natürlich … meine Angehörigen.“
Mary Lynn hob endlich den Kopf, sah den Richter zum ersten Mal seit Prozessbeginn fest an und wandte sich dann, beflügelt vom Mut, der eigenen Wahrheit im irritierenden Spiegel des richterlichen Vierauges ins Gesicht zu sehen, ebenso entschlossen dem...

  • Gegenwartsliteratur
  • Literatur
  • Amerika
Aktuell

Elena Esposito

Jede Gegenwart hat ihre Zukunft

Könnte die Zukunft nicht gegenwärtig sein? Wie und wo? Wenn wir kurz darüber nachdenken, sehen wir sofort, dass die Zu­kunft immer nur in der Gegenwart und nirgendwo sonst existiert, aber als etwas, das es (noch) nicht gibt.
 Die Realität der Zukunft (wie die der Vergangenheit) ist diejenige eines Horizonts der Gegenwart. Im aktuellen Zeitpunkt (der einzige, der existiert und vollständig real ist) projizieren wir rückwärts und vorwärts die Horizonte der Vergangenheit und der Zukunft: das, was wir erinnern, und das, was wir erwarten; die Vergangenheit, die es nicht mehr gibt, und die Zukunft, die noch nicht da ist – die aber beide für den Sinn der Gegenwart unabdingbar sind. Wie alle Horizonte zieht sich die Zukunft in die Ferne, je näher wir uns nähern, indem sie vorwärts rückt und unerreichbar bleibt. Sie bleibt immer nichtgegenwärtig.


Die Zukunft ist nie gegenwärtig, existiert aber nur in der Gegenwart – als ihre Projektion. Wenn wir von der Zukunft reden, reden wir eigentlich immer von der Gegenwart: von ihrer Art, mit den vorhandenen Möglichkeiten umzugehen, von ihrer Offenheit und ihren Einschränkungen. Jede Gegenwart hat ihre Zukunft, von der ausgehend das entwickelt wird, was zu einem späteren Zeitpunkt real ist. Deshalb, wie ich bereits erwähnte, ist der Titel dieses Buches so gelungen: Die Gegenwart der Zukunft ist die einzige Realität der Zukunft, aber dennoch ist die Formulierung informativ – als ob die Zukunft anders sein könnte, als ob sie irgendwo anders wäre.


Diese Ambiguität macht das Thema...

  • Zukunft
  • Künstlerische Praxis
  • Utopie
Aktuell

Milo Rau, Andreas Tobler

Die Dinge nicht nur dar­stellen, in sie eingreifen

  • Kunsttheorie
  • Zeugenschaft
  • Künstlerische Praxis
  • Denkt Kunst
  • Reenactment
  • Wissensproduktion
  • Spekulativer Realismus
  • Wirksamkeit
  • Dokumentarfilm
  • materialist turn
  • Das Reale
  • Ästhetik
  • Realismus
  • Dokumentarismus
Magazin
  • FIKTIONARIUM

    Fortlaufender Glossar des Vorstellbaren

  • Eine Carte Blanche für Künstler, Autoren, Denker, einen Leerraum zu besetzen und eine Atempause zu markieren.

  • Tausend Wörter

    Auf der Suche nach einer Werkform in der einzigen Verdichtung auf die Exaktheit einer Zahl: 1000 Wörter
  • Essay

    Versuchen, was das sein könnte, seit Montaigne noch immer.

Neuerscheinungen
Kunst, Medien, Körper
Themen
  • Wissen-Nicht-Wissen

    • Wissensgeschichte
    • Poetologie des Wissens
    • Müßiggang
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    • Literaturwissenschaft
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    • Poetik
    • Epistemologie
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  • Denkt Kunst!

    Denkt Kunst! Das bedeutet, sie zuallererst angemessen denken zu lernen – das heißt, in Begriffen und Argumenten zu fassen, was sich vorderhand nicht in Form von Begriffen, sondern in Wahrnehmungsgestalten, Figuren, Klängen, Rhythmen und Konstellationen artikuliert. Denkt Kunst? Denkt Kunst!

  • Farbe und Bedeutung

    Who is afraid of Red, Yellow, Blue…?

    • Monochrom
    • Semiotik / Semiologie
    • Ästhetik
    • Farbenlehre
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    • Farbe
  • Die Unbedingte Universität

    • Universität
    • Bildung
    • Ökonomisierung
    • Bürokratie
    • Bildungspolitik
Neuerscheinungen

Kunst

Kunst

Kracauer. Photographic Archive presents  largely unknown material from the estate of the German-American theorist of film and photography, ­Siegfried Kracauer and his wife and assistant Elisabeth, known as Lili. The single and group portraits, still lifes, street scenes and landscapes collected in this book all come from the estate of Siegfried Kracauer. Published here for the first time, they are an extensive and representative selection from the enlargements, contact sheets and rolls of film originally archived by Lili Kracauer. With...

  • 20. Jahrhundert
  • 1930er Jahre
  • Archiv
  • Biographie
  • 1950er Jahre
Magazin

Susanne Witzgall

Can we be too fragile for real contact?

Kerstin Stakemeier: I would love to start by taking up what Claire was saying about the figure of the intruder and about intrusion and asking how you, Okwui and Sarah would respond to that, how you would reflect it back on to both of your contributions.

 

Okwui Enwezor: I think the encapsulation of this discussion in terms of the relationship between the intruder and hospitality is so perfect and apt because it is only in that context that the question of an unsettling disturbance arises. I think that intrusion has a force to it – a force that also provokes recognition and I think it is in that space of recognition that the debates about fragility can really happen. And I am very grateful that you brought this up, Claire. Of course, in my text there is a longer passage about Derrida, about hospitality, which relates precisely to this. I want to briefly speak about this text and how it came to inform the project I had undertaken, because when I was invited by the French Ministry of Culture and the subsidiary parastatal called Delegation aux Arts plastiques to take on the Paris Triennale, my brief was to create an exhibition about the French artistic scene. And I thought I might be the most unqualified person to take on such an exhibition, because that was in itself an invitation of exploration, of incursion, of really travelling to out-France and find native...

Magazin

Frank Ruda

Democracy and its Discontents

Fredric Jameson has diagnosed the contemporary situation as one of subjective perplexity and disorientation. After the failures of all the Marxist attempts to install a framework which could provide for a collective subjective orientation, and after the perpetual intensification of late capitalism’s dynamics, the contemporary epoch is marked by the feeling that “the truth of … experience no longer coincides with the place in which it takes place.” This is to say, that individuals become disoriented because they lack an effective cognitive map of the complete situation they are in. This lack of orientation originates in the absence of a standpoint that would provide not only an abstract, but also a concretizable, perspective on the totality of the situation in which an individual finds himself. Badiou has further complicated the problem of disorientation, by linking it to the modalities of subjectivization offered by contemporary societies. In his analysis he refers to Jean Genet’s characterization of the present as a “non-present present,” which, for Badiou, highlights the fact that today everyone seems to be aware and sure that whatever (individual or collective) action is undertaken, nothing will change the world fundamentally. The course of any action is already predetermined by the coordinates of a past, and is hence inscribable in a foreseeable future. As the future thus becomes nothing but a repetition of the past, the present as such disappears (one is living in a present without present). Indeed, everyone is already...

  • Kunst
  • Dichtung
  • Gegenwartskunst
  • Kunstkritik
  • Ästhetik
Bücher

Literatur

Literatur

While about to finish her last book, the philosopher Hannah Arendt is disturbed by her stubborn alter ego, 9-year-old Little Hannah. Reluctantly, the old woman lets herself drag out onto the streets of New York and into constant conversation by the inquisitive little girl. They enter a little theatre, and together they watch mankind, society, politics, power evolve – and they also experience the role of Evil (in the person of a wolf and of numerous wooden puppets) and its...

  • Denken
  • Junge Leser
  • Handeln
  • Das Böse
  • Ethik
Bücher

Diskurs

Diskurs

Wenn im Theater der Vorhang aufgeht, sollte der Zuschauer gleich sehen, wo das Stück spielt, wovon es handelt, was der Autor erzählen will. Exponierender Dialog, Dekoration, Beleuchtung und andere Theatermittel geben ihm Orientierung. Können, Geschmack und Erfahrung des Autors sieht der ungeduldige Zuschauer, sobald der Vorhang aufgeht.
Als alter Theaterhase beginne ich dieses Buch – Vorhang auf – mit einem Prolog in der Art des mittelalterlichen »Docteur Prolocuteur« und ignoriere einfach den Unterschied, den es zwischen der Wahrnehmung einer Theatervorstellung...

  • Theaterwissenschaft
  • Reenactment
  • Theater
  • Performance
Magazin

Mário Gomes

Über literarische Sprengkraft

Kaum etwas setzt schneller Rost an als Kriegsgerät und Literatur. Da nützt weder Pflege noch Wartung, am besten ist es, man lässt das Material einrosten und rüstet derweil am anderen Ende nach, erweitert Bestände, feilt an Technologien und poliert vor allem die Oberflächen auf Hochglanz, bzw. man nimmt den einfachen Weg und lässt eine Glanzschicht auftragen – einen feinen, seidenen Film –, denn so geht das heutzutage: man trägt auf. Dieser chemische Glanz der Panzer und Bücher kommt von der Sprühdose. Er hält allerdings nicht lange, sondern schwindet, sobald das Auge sich abwendet, und das Auge wendet sich schnell ab. Wo der Blick dann aber als nächstes hin eilt, glitzert und funkelt es wieder: bei jeder Militärparade wie bei jeder Buchmesse.

Dieser Glanz ist jedoch bei weitem nicht das einzige, was Krieg und Literatur verbindet. Ihre Verknüpfungen sind vielfältig und verworren. Wo Gewalt aufhört und das Schriftzeichen anfängt, ist selten klar, denn Krieg und Literatur stehen nicht etwa in einem Verhältnis der Affinität, sondern in einem der Spannung und Überlagerung, was letztlich auch erklärt, weshalb einem Clausewitz sehr viel mehr über Literatur zu entnehmen ist als dem Gesamtbestand literaturwissenschaftlicher Publikationen. Wer die Ilias gelesen und Heraklit noch nicht vergessen hat, versteht, was gemeint ist. Der Vater aller Literaturen ist der Krieg – oder meinetwegen die Gewalt –, alles andere dagegen ist Sand, den man der geneigten Leserschaft in die Augen streut, Sand, der aus den Büchern regelrecht herausrieselt, wenn man nur...

Magazin

Dietmar Dath

Der Drache Kunst frisst erkaltete Formen und spuckt brennende Inhalte aus.

Die Kunstautonomie, also das bürgerliche Prinzip, die Kunst habe nicht der Regierung, der Religion, irgendeinem Geburtsadel zu willfahren, hat sich im zwanzigsten Jahrhundert mehrfach als Gelegenheit fürs Outsourcing kreativer Problemlösungen in Fragen des Kommunikations- und Arbeitsdesigns erwiesen: Erst hörten und machten nur die Kunstschaffenden unverständlichen Krach, dann die Teenager, erst war nur die Bohème nicht ordentlich sozialversichert, jetzt darf auch der Rest der Nichtbesitzenden sich selbst vermarkten und sich in kurzlebigen Projekten als flexibel, kreativ und originell beweisen, erst verbrachten nur die Cineastinnen ihre Abende beim Deuten des Gesehenen, jetzt schreiben die LOST-Fans ihre ausufernden Hermeneutika ins Netz.


So funktioniert die Kunst im Strom der sozialen Evidenzen als ein Filter, genauer: als ein Prisma, eine Vorrichtung, die Kommunikation und Handeln der Leute nach Wellenlängen zerlegt (von kurzen Sofortsignalen bis zu Zeugnissen für die Archive, for the record ). Im Autonomiebereich der Kunst geschieht diese ­Zerlegung (und die Resynthese) völlig unverborgen, im Gegensatz etwa zu den funktional ganz ähnlichen Versuchen von Geheimdiensten, aus dem Rauschen der Weltgesellschaft sicherheits­relevante Informationen zu sieben, zu prozessieren und weiterzugeben. Ein Überwachungsprogramm der NSA, von dem 2013 viel die Rede war, hieß bekanntlich tatsächlich ›prism‹. Der Nachteil für die Verborgenen, die so ein Prisma gebrauchen, ist freilich immer, dass der Umgang mit Markierungen, mit Signalen, mit Präsenz, mit Licht nicht auf Dauer unsichtbar bleiben kann und dass das Abgreifen von Informationen selbst sich ebenfalls als Information weiter­geben lässt (von sogenannten ›Whistle­blowern‹ zum Beispiel). Das alte ›Wer bewacht die...

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Bücher

Wissenschaft

Wissenschaft

Can one trust his senses when perceiving the outside world? When my sensations are the basis of my perception of my own existence, what if these sensations are to be doubted – what can the proof of my own existence be? These questions, both simple and profoundly undermining, stand at the beginning of Modernity: the philosophy of René Descartes. This book drags its readers – and musketeer-like Mister Descartes himself – into the adventure of thinking. It gives a lively...

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Elisabeth Bronfen

The Continuation of war in workplace

Mad Men makes use of personalized war remembrances, regardless whether they cannot or must not be forgotten, to negotiate the collective haunting of the nation. These war stories make up a shared cultural space that includes everyone, even while it also constitutes a consecutive series. If the founding of America was predicated on a war of independence, its subsequent history, punctuated as it is with further wars, finds, in the 1960s, a logical continuation of this violent struggle for self-definition in the war in South-East Asia. The notion of historical re-imagination negotiated in Mad Men thus also speaks to the repetition compulsion inscribed in America’s military interventions. 


A continuation of war in peacetime, however, also surfaces in the way that military jargon (and indeed military codes of conduct) not only informs the work environment at Sterling Cooper, but also helps shape the competition amongst the agencies on Madison Avenue. Early on in Mad Men, Pete, seeking to ingratiate himself with Don, raves: “A man like you I’d follow into combat blindfolded and I wouldn’t be the first. Am I right buddy?” (MM 1.1). Don contemptuously repudiates such camaraderie from a junior colleague so unscrupulously seeking self-advancement. A few episodes later, however, Roger will himself once again invoke the notion of the military’s chain of command, so as to make Pete pledge his loyalty to the senior creative director of whom, at this point in the show, he is deeply envious....

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