User account

Ulrich Pfisterer: Picturas Schlaf und Erwachen
Picturas Schlaf und Erwachen
(p. 311 – 358)

Vorstellungen und Bilder vom Neuanfang der Malerei im frühen 17. Jahrhundert

Ulrich Pfisterer

Picturas Schlaf und Erwachen
Vorstellungen und Bilder vom Neuanfang der Malerei im frühen 17. Jahrhundert

PDF, 48 pages

  • Baroque
  • art history
  • science of art
  • painting
  • epistemology
  • 17th century

My language
English

Selected content
English

Ulrich Pfisterer

Ulrich Pfisterer

is professor at the department of Art History at LMU Munich. His research focus is on the influence of Italian art on art history in general, with particular emphasis on the Early Modern Age, on the 19thcentury and on the methodology of the history of science in art history.

Other texts by Ulrich Pfisterer for DIAPHANES
Ulrich Pfisterer (ed.), Gabriele Wimböck (ed.): »Novità«

Ausgangsthese des Bandes ist, dass in den Jahrzehnten um 1600 die Vorstellung von ›radikalem Traditionsbruch‹ und ›voraussetzungslosem Neuanfang‹ in den Bildkünsten erstmals weithin denkbar wurde und die Gestaltung, Wahrnehmung und Einschätzung von Kunstwerken die entscheidende Rolle zu spielen begann. Neben das bislang dominierende Theoriemodell kreativer Imitatio trat damit eine grundsätzlich anders konzipierte Alternative, die Kategorie des ›Neuen‹ zu fassen. Zwischen diesen beiden Extremen wurde im zeitgenössischen Kunstdiskurs nun zudem eine Vielzahl von ›Zwischenlösungen‹ erprobt.

Gefragt wird also nach der Bedeutung von Vorstellungen, Theorien und pragmatischen Umsetzungen, die auf das ›Neue‹ in den Bildkünsten zielten: auf der Ebene der Produktion und Rezeption von Werken ebenso wie auf derjenigen des Selbstverständnisses und der Fremdeinschätzung von Künstlern und Kunst. Die Auseinandersetzungen und Positionsbestimmungen vollzogen sich dabei nicht nur im dauernden Wechselspiel zwischen Theorie und Praxis, zwischen visuellen und sprachlichen Kategorien. Möglichkeiten und Grenzen des ›Neuen‹ in Kunst und Kunsttheorie wurden europaweit diskutiert und durch die Importe von ›exotischen Kunstobjekten‹ noch beflügelt.

Der Band versteht sich als Beitrag zu einer umfassenden Bestimmung und Präzisierung des ›epistemischen Wissenswandels‹ in Europa um 1600.

Content