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Ute Holl: Kinematographische Räume als utopische
Kinematographische Räume als utopische
(p. 93 – 101)

Ute Holl

Kinematographische Räume als utopische

PDF, 9 pages

  • architecture
  • cultural studies
  • utopia

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Ute Holl

Ute Holl

Ute Holl teaches media studies at the University of Basel, focusing on aesthetics, epistemology, and the theory of audiovisual, acoustic, and electroacoustic media, as well as on visual and sound archives of the Global South. Recent publications include: “‘Intelligence with an Agency’: Psychotechnik, Maschinenlernen und die Frage nach Entscheidungsmacht,” in Die Macht des Psychotechnischen, ed. Bernd Bösel and Jutta Weber (Campus, 2025); “R. W. Fassbinders filmische Historiografie: Zum Melodramatischen in Angst essen Seele auf,” in Rainer Werner Fassbinder: Kino der Subversion (Schüren, 2026); “Nicht angemessen: Verhalten unter Bedingungen von KI,” in Zeitschrift für Medienphilosophie, ed. Beate Ochsner and Markus Rautzenberg (forthcoming). Together with Peter Ott, she has made documentary and fiction films: Traum Wolken Off Exil / Dreams, Clouds, Off, Exile (2017); and Amitié (2024).
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Annett Zinsmeister (ed.): Constructing Utopia

Thomas Morus’ literarischer Entwurf eines idealen Staates auf einer künstlichen Insel von 1516 verlieh den späteren Konstruktionen einer fiktiven, vermeintlich idealen Welt nicht nur den Namen Utopie, sondern prägte auch die stadträumliche Gestalt nachfolgender utopischer Konzepte.

Das 20. Jahrhundert bescherte dem Begriff der Utopie eine geradezu traumatische Bürde: es steht für den Versuch, ideale Staatsmodelle zu verwirklichen und daran zu scheitern. Utopisches Denken befindet sich also nach dem sogenannten »Ende der Utopie« in einer Krise, und der utopische Denker steht seither unter »Berufsverbot« (Slavoj Zizek).

Gerade deshalb ist es an der Zeit, Utopien neu in Frage zu stellen und wie in diesem Band aus einem nunmehr ortsspezifischen Blickwinkel ins Visier zu nehmen: In der Auseinandersetzung mit den Konstruktionen künstlicher Welten aus Kunst, Literatur, Film und Architektur werden Entwicklungen utopischer Modelle und die »Konstruktionen« dieser besseren Welten reflektiert. Die Beiträge aus den Bereichen der Kunst-, Film-, Architektur-, Medien-, Literatur- und Kulturwissenschaft entfalten ein schillerndes Spektrum an unterschiedlichen thematischen Ansätzen, die auf die Frage nach der Konstituierung utopischer Räume im weiteren Sinne Antworten bieten.