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Ulrich Richtmeyer: Zum Begriff der Bildevidenz in wissenschaftlichen Visualisierungen
Zum Begriff der Bildevidenz in wissenschaftlichen Visualisierungen
(p. 167 – 190)

Vier Anmerkungen zu Michael Lynch

Ulrich Richtmeyer

Zum Begriff der Bildevidenz in wissenschaftlichen Visualisierungen
Vier Anmerkungen zu Michael Lynch

PDF, 24 pages

Ulrich Richtmeyers Ausgangspunkt ist die Repräsentationalismus- und Subjektkritik in der gegenwärtigen Wissenschaftstheorie, wie sie sich exemplarisch bei Michael Lynch findet. In Anerkennung der prinzipiell richtigen Fokusverschiebung vom Bildartefakt zu den Praktiken und vom Einzelsubjekt zum wissenschaftlichen Kollektiv, müsse ein umgekehrter Reduktionismus vermieden werden, welcher die Medienspezifik des Bildlichen und des mit der menschlichen Subjektivität verbundenen Sehsinns vollständig über Bord wirft. Insofern sich eine rhetorische Evidenz von Illustrationen und eine heuristische Evidenz experimentellen Bildgebrauchs unterscheiden lässt, ist es gerade letztere Evidenzform, von der – insbesondere auch mit Bezug auf Wittgenstein – gezeigt werden kann, dass ihre epistemische Produktivität nur aus dem Zusammenspiel von bildlicher Medienspezifik und menschlichem Sehsinn verstanden werden kann.

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Ulrich Richtmeyer

studied Free Art at the Bauhaus-Universität Weimar, where he received an M.A., and philosophy at the Humboldt-Universität zu Berlin. In 2006, he received his Ph.D. in philosophy from the Humboldt-Universität zu Berlin with a dissertation on »Kant’s Aesthetics in the Age of Photography«. He then worked as a research associate at the Institute for Arts and Media at the University of Potsdam, as a research fellow at the NFS Eikones (Basel) and at the IKKM Weimar. From 2013 onwards, he holds a visiting professorship for »visual thinking and perception« at the University of Potsdam.

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