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Rhodri Hayward: Grey Walter: Die erotische Neurowissenschaft und die Kybernetik des Gehilfenproblems
Grey Walter: Die erotische Neurowissenschaft und die Kybernetik des Gehilfenproblems
(p. 61 – 86)

Rhodri Hayward

Grey Walter: Die erotische Neurowissenschaft und die Kybernetik des Gehilfenproblems

Translated by Andrea Stumpf

PDF, 26 pages

Der Neurophysiologe W. Grey Walter korrelierte die Kurven des Elektroenzephalographen mit komplexen emotionalen und kognitiven Zuständen und entdeckte weitläufige Zusammenhänge zwischen der Welt der Gefühle, Wünsche und Begierden und den Hirnwellenmustern der Leute. Er begriff nicht nur das EEG, sondern auch das Gehirn selbst als ein elektrisches Abtastgerät, eine Art von Radar, das bei Phänomenen wie Liebe oder Streit den Grad von Übereinstimmung der Hirnwellenmuster feststellt. Zeichen schienen mithin in Gefühlslagen übersetzbar zu sein und umgekehrt, und aus dieser wechselseitigen Übersetzbarkeit folgerte Walter im fortgesetzten Selbstversuch, dass vermittels des EEG die Menschen ihr Liebesverhalten optimieren könnten.

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Cornelius Borck (ed.), Armin Schäfer (ed.): Psychographien

Cornelius Borck (ed.), Armin Schäfer (ed.)

Psychographien

Softcover, 352 pages

PDF, 352 pages

Die Psyche ist zum Inbegriff von Eigentümlichkeit und Identität des Menschen geworden, gleichwohl sie tief in neuroanatomischen Strukturen, biochemischen Prozessen und genetischen Dispositionen verankert ist und einem ständigen historischen Wandel unterliegt.

Dieser Band schreibt die Geschichte dieser permanent unruhigen Differenz als Teil einer allgemeinen Mediengeschichte: Handschrift und elektrische Schaltungen, Film und Rechenmaschinen, Literatur und Institutionen haben das Verständnis der Psyche maßgeblich geprägt. So erweist sich, dass sich die Psyche nicht von ihrer Erforschung abtrennen lässt, die dasjenige, was sie beschreibt, mit erzeugt: Es sind die Mächte der Medientechnologie, der Verwaltung und der Phantasmen, die den Anschein erwecken, dass der Mensch ein beseeltes Wesen sei.

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