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Sandro Zanetti: 1941
1941
(p. 273 – 283)

Sandro Zanetti

1941
Claude Lévi-Strauss und André Breton über »écriture automatique«

PDF, 11 pages

Auf der Flucht aus Europa begegnen sich Claude Lévi-Strauss und André Breton auf einem Schiff, das die beiden 1941 über den Atlantik nach Amerika führt. Anhand der überlieferten Dokumente rekonstruiert der Beitrag das Gespräch, das sich zwischen Lévi-Strauss und Breton entsponnen hat. Kernpunkt des Gesprächs war die Frage nach dem künstlerischen Wert der écriture automatique. Zentral war die Frage nach der Notwendigkeit einer ›sekundären Bearbeitung‹ der primären improvisatorischen Impulse beim Schreiben. Eine derartige Bearbeitung wird sowohl von Lévi-Strauss als auch von Breton anerkannt. Sie wird aber unterschiedlich ausgelegt: Während für Lévi-Strauss ›sekundäre Bearbeitung‹ im Wesentlichen Strukturbildung meint, bedeutet sie für Breton die Freiheit, sich gegenüber dem bereits Geleisteten in Widerspruch zu begeben.

  • authorship
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  • process of production
  • draft
  • chance / accident
  • aesthetics of production
  • contingency
  • literary studies
  • idea
  • amateurism

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Sandro Zanetti

Sandro Zanetti

is a professor for General and Comparative Literature at the University of Zurich. He studied German, History and Philosophy in Basel, Freiburg im Breisgau and Tübingen (1993-1999). After research and teaching in Frankfurt am Main, Basel, Berlin and Hildesheim, Zanetti has been the program director and head of the division for General and Comparative Literature (AVL) at the University of Zurich since 2011, first as an assistant professor (2011-2015), since 2015 as an associate professor. Since its inception in 2014, he is member of the executive committee of the Zentrum Künste und Kulturtheorie (ZKK) (Centre for the Arts and Cultural Theory), UZH. His current research interests include: artistic production processes and poetics of (im)probability.

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Sandro Zanetti (ed.): Improvisation und Invention

Wenn eine Kultur etwas als Erfindung akzeptiert, dann hat dieses Etwas bereits den Status einer Tatsache erhalten, die vorhanden ist und auf ihren Nutzen oder auf ihre Funktion hin befragt werden kann. Was aber geschieht davor? Wie gewinnt das Erfundene Wirklichkeit? Wie in der Kunst, wie im Theater, wie in der Literatur und Musik, wie in der Wissenschaft? Und mit welchen Folgen? Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich alle mit einem Moment oder einem bestimmten Modell der Invention. Ausgehend von den jeweils involvierten Medien wird der Versuch unternommen, diese Momente und Modelle zu rekonstruieren. Um etwas über die entsprechenden Inventionen in Erfahrung bringen zu können, werden diese als Ergebnisse oder Effekte von Improvisationsprozessen begriffen: Improvisationen in dem Sinne, dass von einem grundsätzlich offenen Zukunftsspielraum ausgegangen wird, gleichzeitig aber auch davon, dass es ein Umgebungs- und Verfahrenswissen gibt, das im Einzelfall beschrieben werden kann.

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