User account

Karin Krauthausen: 1894
1894
(p. 385 – 397)

Karin Krauthausen

1894
Erfinden als Lebensform bei Paul Valéry

PDF, 13 pages

Um die Wende 19./20. Jahrhundert wird Erfinden zu einem Topos nicht nur des Ingenieurwesens und des Patentrechts, sondern auch der Wissenschaften und Künste. Paul Valérys Überlegungen zu dem Künstler und Ingenieur Leonardo da Vinci, die er 1894 beginnt und in seinen Cahiers zu einer kontinuierlichen Reflektion über ›invention‹ ausbaut, sind Teil dieser Entwicklung und prägen sie spezifisch aus: Erfinden wird ihm zu einer Selbsttechnik und darin zu einer Lebensform.

  • contingency
  • amateurism
  • idea
  • authorship
  • chance / accident
  • invention
  • aesthetics of production
  • draft
  • literary studies
  • process of production

My language
English

Selected content
English

Karin Krauthausen

Karin Krauthausen

focuses in her research on the techniques of imagination in literature, film and comic strips, and on manifestations of 19th- and 20th-century realism. She was research assistant with the collaborate research centre »Das Leben schreiben. Medientechnologie und die Wissenschaften vom Leben (1800-1900)« at Bauhaus University, Weimar (2005/2006) and as post-doctorate at the Max Planck  »Kunsthistorisches Institut in Florenz«. She currently works as a post-doc scholarship holder at the Max Planck Institute of the History of Science, Berlin and as a lecturer at Humboldt University, Berlin.

Other texts by Karin Krauthausen for DIAPHANES
Sandro Zanetti (ed.): Improvisation und Invention

Wenn eine Kultur etwas als Erfindung akzeptiert, dann hat dieses Etwas bereits den Status einer Tatsache erhalten, die vorhanden ist und auf ihren Nutzen oder auf ihre Funktion hin befragt werden kann. Was aber geschieht davor? Wie gewinnt das Erfundene Wirklichkeit? Wie in der Kunst, wie im Theater, wie in der Literatur und Musik, wie in der Wissenschaft? Und mit welchen Folgen? Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich alle mit einem Moment oder einem bestimmten Modell der Invention. Ausgehend von den jeweils involvierten Medien wird der Versuch unternommen, diese Momente und Modelle zu rekonstruieren. Um etwas über die entsprechenden Inventionen in Erfahrung bringen zu können, werden diese als Ergebnisse oder Effekte von Improvisationsprozessen begriffen: Improvisationen in dem Sinne, dass von einem grundsätzlich offenen Zukunftsspielraum ausgegangen wird, gleichzeitig aber auch davon, dass es ein Umgebungs- und Verfahrenswissen gibt, das im Einzelfall beschrieben werden kann.

Content