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Tim Ingold, Petra Löffler, ...: Eine Ökologie der Materialien
Eine Ökologie der Materialien
(p. 87 – 94)

Ein E-Mail-Interview über Korrespondenz, Resonanz und Besessenheit sowie über den Nutzen, Gelehrsamkeit und Handwerk zu verbinden

Tim Ingold, Petra Löffler, Florian Sprenger

Eine Ökologie der Materialien
Ein E-Mail-Interview über Korrespondenz, Resonanz und Besessenheit sowie über den Nutzen, Gelehrsamkeit und Handwerk zu verbinden

PDF, 8 pages

Tim Ingolds Ansatz einer ökologischen Anthropologie untersucht Wechselwirkungen zwischen organischen und anorganischen Materialien, die sich gegenseitig affizieren und entsprechend selbst über Handlungsmacht verfügen. Im Interview erläutert Ingold unter anderem am Beispiel der Interaktion zwischen Instrument, Musiker und Umgebung, wie solche Wechselwirkungen zustande kommen und welche Rolle dabei Konzepte von Korrespondenz, Resonanz und Besessenheit spielen. Er plädiert zudem für ein Denken, das medienökologisch relevant ist, weil es dazu ansetzt, die machtvolle habituelle Grenzziehung zwischen Handwerk und Gelehrsamkeit zu überwinden.

  • materiality
  • craftsmanship
  • anthropology

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Tim Ingold

is Professor of Social Anthropology at the University of Aberdeen since 1999. He has carried out ethnographic fieldwork in Lapland, and has written on environment, technology and social organisation in the circumpolar North, on evolutionary theory, human–animal relations, language and tool use, environmental perception and skilled practice. He is currently exploring issues on the interface between anthropology, archaeology, art and architecture and pleads for a reunification of theory and praxis.
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Petra Löffler

Petra Löffler

Petra Löffler is a film and media theorist who taught at the Universities of Cologne, Regensburg, Vienna, Siegen and Weimar. Her publications comprise studies in Media archaeology, Media history of facial expression, Early cinema, Affect theory and Visual Culture. She is editor of the journal Zeitschrift für Medienwissenschaft

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Florian Sprenger

Florian Sprenger

studied Media Studies and Philosophy at the Universities of Bochum and Weimar. He was research assistant with the department of »Sinne – Technik – Inszenierung« at Vienna University (2007–2010) and Junior Fellow at the international research center on cultural studies IFK, Vienna (2010–2012). He has since been postdoctoral researcher at the Graduate Centre for the Study of Culture at the Justus-Liebig-University Gießen. His research focus is on the history of knowledge in media studies, on the research history of 18th-century electricity and concepts of the future.

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Gesellschaft für Medienwissenschaft (ed.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 14

Die ökologischen Fragestellungen, die derzeit auf vielen Feldern der Kultur- und Medienwissenschaft diskutiert werden, gewinnen ihre Brisanz durch die weltweit geführten Debatten um Erderwärmung und Klimawandel. Im Begriff des Anthropozäns haben sie einen mächtigen gemeinsamen Nenner gefunden. Sie vermitteln eindringlich, dass die dauerhafte Veränderung der Erde durch technische Infrastrukturen, durch künstliche Umgebungen und durch Eingriffe in bestehende Ökosysteme ein Umdenken in den Natur- und in den Geisteswissenschaften gleichermaßen erzwingen sollte. Das Verhältnis von Technik, Kultur und Natur steht zur Disposition und damit auch eine Reihe von Grundbegriffen der Medienwissenschaft. Aus dieser Einsicht heraus formieren sich Ansätze, die nach dem systematischen Einsatz und der historischen Rolle von Ökologien der Medien fragen. Doch was damit gemeint ist, wie das Verhältnis von Medien und Ökologie gefasst werden könnte, welche Plausibilitäten die Ökologie für die Medienwissenschaft hat und welche Gegenstände die Medienwissenschaft ökologisch zu erfassen vermag, wird selten genauer in den Blick genommen. Die 14. Ausgabe der Zeitschrift für Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt »Medienökologie« setzt dazu an, Gebiete möglicher Medienökologien in historischer wie systematischer Sicht zu kartieren.

Schwerpunktredaktion: Petra Löffler und Florian Sprenger.

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